Kompositionsprinzipien:

ZYKLOKINETIKON© heißt die von mir entwickelte Standart-Struktur, an welcher sich die ZYKLOKINETISCHE Arbeitsweise zeigt. Die von mir ausgebildeten ZYKLOKINETIK© -TRAINER sind in der Lage eigene zielgruppenangepasste Strukturen zu entwickeln. ZYKLOKINETISCHE Strukturen bestehen aus einem Ablauf von zeitlich-räumlichen Bewegungsphasen, die zunächst in ihrer Gesamtabfolge vorgestellt werden. Durch die Zyklische Wiederholung entsteht eine vorhersehbare strenge Ordnung (Order)

1. Exposition/Order:

"Order" bezeichnet hier den choreographischen Prozess, sich in die Ordnung eines vorhersehbaren und permanent reproduzierten Gruppenverhaltens zu fügen

2. Verarbeitung/Disorder:

 "Disorder" ist das Auflösen der Gruppen-Ordnung  durch zunehmend unvorhersehbare, überraschende und selbständige Verhaltensentscheidungen. Die Teilnehmer steuern die Komposition und Gestaltung des ZYKLOKINETIKON© zunehmend "von innen heraus". Es entsteht eine Vielzahl von Neukombinationen der Elemente. Nach außen entsteht der Eindruck eines "Bewegungs-Mobile", welches das ästhetische Prinzip der Einheit-in-Verschiedenem sichtbar macht: Die permanente Wiederholung einer ursprünglichen Ordnung und deren gleichzeitig stattfindende Auflösung in neu kombinierten Variationen.

3. Rollenvielfalt und Musik:

Rollenvielfalt - vom Darsteller zum Zuschauer: Die letzte Entscheidungsfreiheit führt dahin, dass sich jeder Darsteller phasen- und bedarfsweise erlauben kann, selbst in die Zuschauerreihen zu begeben, solange die Aufrechterhaltung des Spiels auf der Bühne durch ein "Minimal-Ensemble" gewährleistet bleibt

 

Musik: Das Prinzip einer sich schleichend auflösenden Ordnung wird musikalisch durch geeignete Werke der Minimalmusic repräsentiert und begleitet

"Es war für mich sehr spannend zu erfahren, dass man musikalisch verstehen kann, was man machen soll, aber den Körper dennoch erstmal anlernen muss, um ein gewünschtes rhythmisch-tänzerisches Ergebnis zu erreichen."

Marina Plereiter, Gymnasiallehramt Musik